Eine interaktive Volumenvisualisierung ist mit einer Standardgrafikhardware, vor
allem bei großen Datensätzen, oftmals nicht möglich. Um dennoch die Volumen
mit 25 Bildern pro Sekunde darzustellen, wird spezielle Grafikhardware
eingesetzt.
Es sind verschiedene Ansätze für eine derartige Hardware möglich. Meist
werden dabei mehrere Stahlen durch das Volumen gleichzeitig verfolgt um eine
optimale Auslastung der Ressourcen zu erreichen. Im Vortrag werden drei konkrete
Implementierungen vorgestellt:
VIZARD:
eine Hardwarelösung, die ein Ray-Casting Verfahren einsetzt um ein Volumen
zu visualisieren. Entworfen wurde dieses Design an der Universität
Tübingen.
PAVLOV:
hier wird ein SIMD-Netz (SIMD=Single Instruction Multiple Data) eingesetzt
um große Teile des Volumens gleichzeitig zu verarbeiten. Zusätzlich ist
dieses Design frei Programmierbar und kann somit für beliebige Algorithmen
eingesetzt werden.
CUBE-5 (4):
CUBE-5 ist eine Erweiterung der CUBE-4 Hardware die es ermöglicht
transparente und opake Polygone mir dem Volumen zu schneiden.
Ein großer Vorteil der programmierbaren Hardwaredesigns ist die extrem
flexible Einsetzbarkeit. So kann zum Beispiel die POVLOV Hardware zur
Volumensegmentierung verwendet werden. Die Berechnung ist dabei um ein
vielfaches schneller als bei einem Softwareansatz.
Bilder
VolumePro (entspricht CUBE-4 Design) Kommerzielle
Volumenvisualisierungshardware von Mitsubishi.
Polygonales Heli-Modell mit Volumenwolken.
Literatur
Günter Knittel, Wolfgang Straßer: "VIZARD - Visualization Accelerator for
Realtime Dislplay". SIGGRAPH / Eurographics Workshop 1997
(Paper für den Test)
[ps][pdf]
Kevin Kreeger, Arie Kaufman: "PAVLOV: A Programmable Architecture for Volume
Processing". Workshop on Graphics Hardware 1999. [ps][pdf]
Kevin Kreeger, Arie Kaufman: "Hybrid Volume and Polxygon Rendering with Cube
Hardware". Eurographics 1999.[ps][pdf]