Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme
AutoOpt: Autostereoskopisches Display
Abbildung 1: Funktionsprinzip des
autostereoskopischen Displays (mit freundlicher
Genehmigung der "(: SeeReal Technologies GmbH")
Die herkömmliche Darstellung von kompliziert geformten dreidimensionalen
Bauteilen auf einem zweidimensionalen Bildschirm reicht oft nicht aus um die
Lage der verschiedenen Fahrzeugkomponenten zueinander vollständig zu
erfassen. Daher wurden im Rahmen des AutoOpt-Projekts auch neueste Techniken
auf dem Gebiet der dreidimensionalen Darstellung evaluiert und letztendlich
ein Gerät der Firma "(: SeeReal Technologies GmbH" angeschafft.
Dabei handelt es sich um ein herkömmliches TFT-Display, das zusätzlich
mit einem vorgeschalteten Prismensystem ausgestattet ist. Diese Prismen
werden je nach Position des Betrachters so verschoben, dass jeweils die
"geraden" Pixelspalten auf das linke Auge und die
"ungeraden" auf das rechte Auge gelenkt werden (siehe
nebenstehende Abbildung 1, bzw.
weitere
Auskunft direkt beim Hersteller). Die genaue Verschiebungseinstellung
der Prismen wird dabei vollautomatisch mittels eines Dual-Kamera-Systems
gesteuert, welches verzögerungsarm die Position der Augen des
Betrachters erfasst. Dies funktioniert alles ohne die Zuhilfenahme
irgendwelcher Zusatzgerätschaften wie zum Beispiel Shutter-Brillen (daher auch die Bezeichnung "autostereoskopisch") und ermöglicht
somit dem Berechnungsingenieur ein komfortables Arbeiten mit den
dreidimensionalen Berechnungsmodellen.
Die notwendigen Kameraeinstellungen und die spaltenweise Verteilung des
Stereo-Bildpaares wurden direkt in unseren universitären Prototypen
des kommerziellen Crash-Preprozessing-Tools
scFEMod
der Firma "science+computing ag" eingebaut. Ein entsprechendes
Beispiel zeigt Abbildung 2. Dabei wurde unter anderem auch
darauf geachtet, dass beim Verschieben des Anwendungsfensters die Pixelspalten
für das linke und rechte Auge vertauscht werden können. In diesem
Fall werden die Spalten automatisch von scFEMod entsprechend ebenfalls
vertauscht.
Für die Zukunft ist außerdem die zusätzliche Auswertung der
Tracker-Daten der beiden Kameras geplant, so dass die Ausrichtung des
betrachteten Fahrzeugmodells entsprechend der Kopfposition justiert wird.
Abbildung 2: Spaltenweise Aufteilung des Stereobildpaares am Beispiel dreier Fahrzeugteile
Kontakt:
Dirc Rose
Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme
Universitätsstraße 38
70569 Stuttgart