
 |
 |
Interaktives Volumen-Clipping
Beschreibung
Volumen-Clipping spielt eine entscheidende Rolle für das
Verständnis 3D volumetrischer Datensätze, da es das
Wegschneiden ausgewählter Volumenanteile aufgrund der
Voxelpositionen im Datensatz erlaubt. Häufig bietet
Volumen-Clipping die einzige Möglichkeit, wichtige und ansonsten
verdeckte Details des Datensatzes sichtbar zu machen. Unserer Meinung
nach kann dieser geometrische Ansatz als komplementär zur
Spezifikation von Transferfunktionen, die auf Datenwerten bzw. deren
Ableitungen beruhen, angesehen werden. Deshalb schlagen wir vor, eine
Kombination aus datenbasierten Transferfunktionen und geometrisch
orientiertem Clipping zu verwenden, um effektive
Volumenvisualisierungen zu erreichen.
Das Design sinnvoller Transferfunktion hat in letzter Zeit einige
Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In den meisten interaktiven
Volumen-Clipping-Anwendungen wird jedoch nur ein einfacher Ansatz
verfolgt - mit einer oder mehreren Clipping-Ebenen. Typische
Anwendungen sind im Bereich der medizinischen Bildgebung
radiologischer Daten oder der Volumenschnitte durch große
seismische 3D Datensätze der Öl- und Gasindustrie zu
finden. Obwohl einige Clipping-Geometrien durch mehrere
Clipping-Ebenen approximiert werden können, werden viele wichtige
Geometrien hierdurch nicht unterstützt. Das Schneiden einer
kubischen Öffnung ist ein bekanntes Beispiel hierfür.
Deshalb haben wir Techniken zur effizienten Implementierung komplexer
Clipping-Geometrien entwickelt. Diese Methoden sind auf die
texturbasierte Volumenvisualisierung mittels Graphikhardware
ausgerichtet und nutzen fortgeschrittenen Fragmentoperationen. In
unserem ersten Ansatz wird das Clipping-Objekt durch eine
triangulierte Randfläche repräsentiert. Die grundlegende
Idee ist, die Tiefenstrukturen der Clipping-Geometrie in 2D Texturen,
deren Texel direkt mit den entsprechenden Pixeln auf der Bildebene
zusammenhängen, zu speichern. Im zweiten Ansatz wird das
Clipping-Objekt voxelisiert und durch einen weiteren Volumendatensatz
repräsentiert. Schnittbereiche werden dadurch spezifiziert, dass
die entsprechenden Voxel in diesem Volumen als gesondert markiert
werden.
Neben diesen grundlegenden Clipping-Techniken sind Aspekte der
Volumenbeleuchtung von besonderer Bedeutung. Durch
Volumenschattierung wird das Volumenrenderingintegral der eigentlichen
Volumenvisualisierung um Beleuchtungsterme erweitert. Beleuchtung
trägt bietet weitergehende Informationen über die
räumliche Struktur und die Orientierung von Merkmalen des
Volumendatensatzes bei und unterstützt damit ein besseres
Verständnis des Datensatzes. Die Verbindung von
Volumenbeleuchtung und Clipping wirft jedoch die Fragestellung auf, wie
die Beleuchtung in der Nähe des Clipping-Objekt berechnet werden
sollte. Einerseits sollte die Orientierung der Clipping-Fläche
dargestellt werden. Andererseits sollten die Eigenschaften dies
Skalarfelds immer noch das Aussehen der Clipping-Fläche
mitbestimmen. Deshalb haben wir ein optisches Modell entwickelt, das
eine konsistenten Schattierung der Clipping-Fläche erlaubt.
Gallerie
Kontakt
Daniel Weiskopf
Referenzen
(Weitere Publikationen befinden sich in der
Publikationsliste des Instituts.)
[WEE02] D. Weiskopf, K. Engel, and T. Ertl.
Volume Clipping via Per-Fragment
Operations in Texture-Based Volume Visualization,
IEEE Visualization 2002 Proceedings, R. Moorhead,
M. Gross, K. I. Joy (eds.), ACM Press, October 2002, 93-100.
[WEE03] D. Weiskopf, K. Engel, and T. Ertl.
Interactive Clipping Techniques for Texture-Based Volume
Visualization and Volume Shading. IEEE Transactions on Visualization
and Computer Graphics, to appear, 2003.
|