Allgemeinrelativistische Visualisierung
Einführung
Innerhalb Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie wird
die Gravitation geometrisch in Form einer vierdimensionalen
gekrümmten Raumzeit beschrieben, die durch die mathematische
Sprache der Differentialgeometrie ausgedrückt wird.
Auf Grund der Krümmung der Raumzeit werden Lichtstrahlen
durch Gravitationsquellen abgelenkt. Das Verbiegen der Lichtstrahlen
kann durch nichtlineares Ray-Tracing berücksichtigt werden.
Auf diese Weise können Bilder erzeugt werden, so wie sie von
einem Beobachter, d.h. einer Kamera, unter dem Einfluss eines
Gravitationsfeldes gesehen werden.
Allgemeinrelativistisches Ray-Tracing kann als Basis für
vielfältige Visualisierungstechniken auf dem Gebiet
der Gravitationsphysik dienen.
Erstens bietet Ray-Tracing einen intuitiven Zugang zu numerischen
oder analytischen Ergebnissen der Gravitationsphysik,
was insbesondere für die Darstellung für Kollegen
oder auch einer breiteren Öffentlichkeit hilfreich ist.
Zweitens erlaubt es eine systematische Untersuchung von Lichtstrahlen
und damit der zu Grunde liegenden Geometrie der Raumzeit.
Drittens können fraktale Strukturen für die Lichtstrahlen
identifiziert werden. Viertens können die Eigenschaften einer
Gravitationslinse untersucht werden, insbesondere deren Kaustiken.
Allgemeinrelativistische rotierende Scheibe
Ein Beispiel für allgemeinrelativistisches Ray-Tracing ist die
Visualisierung der starr rotierenden Staubscheibe.
Ansprechpartner
Ansprechpartner: Daniel
Weiskopf
Bibliographie
[1]
D. Weiskopf, M. Ansorg: Visualization of the General
Relativistic Rigidly Rotating Disk of Dust,
Annalen der Physik, 9 (2000) Spec. Issue, 179-18
[2] D. Weiskopf:
Four-Dimensional Non-Linear Ray Tracing as a
Visualization Tool for Gravitational Physics,
IEEE Visualization 2000 Proceedings, T. Ertl, B. Hamann,
A. Varshney (eds.), ACM Press, Oktober 2000, 445-448.
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